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Erste Priorität: Vital! - Waldpflege im Klimawandel
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Waldbesitzer und Forstleute stehen in den nächsten Jahren vor der großen Herausforderung, unsere Wälder für die Klimazukunft fit zu machen. Wie dabei die gezielte Waldpflege, vom Sämling bis zum vitalen Altbaum mit großer Baumkrone, helfen kann, zeigt das neue Merkblatt „Waldpflege im Klimawandel“ der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF).
Auf großer Fläche wurde in den letzten Jahrzehnten die Anreicherung der Wälder in Bayern mit Mischbaumarten durch Pflanzung, Saat sowie über Naturverjüngung eingeleitet. In diese zukunftsfähigen Waldflächen wurde bereits viel Arbeitszeit und Geld investiert, weshalb es nun gilt, sie für die Zukunft gewinnbringend zu sichern. Dafür ist die richtige Waldpflege unerlässlich. „Um Wälder zu gestalten, die an den Klimawandel angepasst sind, müssen wir möglichst viele, insbesondere die klimastabilen Baumarten erhalten und fördern. Mit der Waldpflege müssen wir sie widerstandsfähig machen gegenüber Stressfaktoren wie Trockenheit, Sommerhitze oder Stürmen“, so der Präsident der LWF, Dr. Peter Pröbstle.
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Fem4Forest: Wald in Frauenhänden
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In Bayern verteilt sich der Privatwaldbesitz auf ca. 700.000 Bürgerinnen und Bürger. Gut 40% davon sind Frauen. Was sind die Motive und Interessen der Waldbesitzerinnen, welche Ziele verfolgen sie mit ihrem Wald und was brauchen sie, um ihre Vorstellungen umzusetzen? Diesen und weiteren Fragen widmete sich das Interreg Projekt „Fem4Forest – Wald in Frauenhänden“, das jetzt nach einer zweieinhalbjährigen Laufzeit endet.
Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) führte hierzu im Rahmen eines länderübergreifenden Projektes eine Umfrage bei Waldbesitzerinnen durch. Auch Frauen, die im Forstbereich tätig sind, wurden befragt. Insgesamt nahmen 880 Frauen aus 10 Partnerländern an der Umfrage teil.
Die Fragen zu Motiven, Einschätzungen, Interessen und Bedürfnissen im Zusammenhang mit Wald und Waldbewirtschaftung ergaben interessante Ergebnisse:
Familientraditionen und Heimatverbundenheit sind für Waldbesitzerinnen in Bayern besonders wichtige Motive. Im Ländervergleich setzen die bayerischen Waldbesitzerinnen bei der Bewirtschaftung ihrer Wälder besonders stark auf Netzwerke und gute Fachinformationen. Außerdem sind neben Familienangehörigen und Amtsförsterinnen und Amtsförstern auch die Waldbesitzervereinigungen ein wesentlicher Ansprechpartner für die bayerischen Waldbesitzerinnen. Waldbewirtschaftung ist für Frauen nicht nur ein generationenübergreifendes, sondern vor allem ein Gemeinschaftsprojekt. Auffällig ist allerdings, dass in den über 130 bayerischen Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen noch kaum Frauen Führungspositionen innehaben.
An dem Projekt „Fem4Forest“ waren neben Bayern auch neun weitere Länder des Donauraums beteiligt: Slowenien, Österreich, Tschechien, Kroatien, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Ukraine, sowie Bosnien und Herzegowina. Übergeordnetes Ziel des Projektes war es, Frauen in dem von Männern geprägten Forstbereich besser sichtbar zu machen und darin zu unterstützen, sich verstärkt einzubringen. In Bayern galt dabei das Augenmerk sowohl Waldbesitzerinnen, als auch Försterinnen und dem weiblichen Nachwuchs in den Forst-Studiengängen.
Das neu erschienene LWF Merkblatt „Waldbesitzerinnen in Bayern“ führt zentrale Untersuchungsergebnisse des Projektes zusammen. „Damit informiert die LWF über die Motive und Interessen von Waldbesitzerinnen und liefert Anregungen, wie sie erreicht und für die Waldbewirtschaftung aktiviert werden können“, betont Frau Dr. Kathrin Böhling, Projektbearbeiterin der Abteilung „Waldbesitz, Beratung, Forstpolitik (LWF)“ und Autorin des Merkblattes.
In das Merkblatt flossen auch die Erfahrungen aus mehreren “Pilotaktionen“ an Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) ein: Das AELF Cham hat bereits im September 2021 begonnen, einmal im Monat Waldbegänge für Frauen anzubieten, im Landkreis Kelheim (AELF Abensberg-Landshut) wurden im Mai 2022 die Regionalen Waldaktionstage für Frauen ins Leben gerufen und im September diesen Jahres hat das AELF Rosenheim erstmalig einen Informationstag für Waldbesitzerinnen durchgeführt.
Quelle. Pressemitteilung der LWF (Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft)
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Nachweise für das Förderprogramm „Klimaangepasstes Waldmanagement“
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Nach Informationen der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe auf der Internetseite www.klimaanpassung-wald.de können Fördermittel im Rahmen des „Klimaangepassten Waldmanagements“ dort seit dem 12. November beantragt werden. Als Nachweis der vorhandenen Forstfläche soll der Beitragsbescheid der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft (LBG) übersandt werden.
Die Beitragsbescheide der LBG für 2021 wurden Ende Juli/Anfang August 2022 allen Mitgliedern übersandt. Diese Beitragsbescheide können daher für die Antragstellung verwendet werden.
Sollte der Bescheid beim Steuerberater liegen oder nicht mehr auffindbar sein, kann er über das Internetportal „Meine SVLFG“ angefordert werden. Hierfür ist eine einmalige Registrierung erforderlich. Nach Übersendung der Zugangsdaten und Aktivierung können auch alle anderen Portal-Services genutzt werden. Diese werden ständig ausgebaut.
Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.svlfg.de/aktuell-online-portal.
Fragen hierzu können per Mail (
Quelle: Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau


